Das weiße Blatt…
…stand früher einmal für den Anfang von Poesie. Ein beängstigend schaudernder, fordernder und inspirierender Gegenüber zum Dichter. Heute zumeist wohl ersetzt durch einen blinkenden Cursor auf weißem Untergrund. Mindestens ebenso fordernd, angetrieben von einem elektronischen Puls, der aufruft zur Wanderung über den Bildschirm. Zur Ruhe werden dennoch weder Dichter noch Cursor kommen, wie schnell sie sich gegenseitig auch jagen.
Ob es sich ähnlich mit diesem Blog verhält, muss sich noch zeigen. Doch wie der Dichter vor dem Blatt Papier, stehe auch ich an dieser Stelle zunächst an einem Anfang. Allzu gerne würde ich schon die ersten kräfitgen Striche setzen, markige Überschriften und kluge Worte in den virtuellen Raum entlassen. Aber dazu fehlen noch ein ansprechender Rahmen und die nötige Zeit.
Sollte sich also bereits jemand hier hin verirrt haben, muss er sich noch einen Moment gedulden, bis der Sprachraumspieler das Feld betritt. Vielleicht tröstet es, dass er das nicht alleine tun wird. Mit dabei sein werden die wahren Künstler der Sprache mit ihren literarischen Dribblings ins Reich des Fußballs.
Vorerst soll es sich an dieser Stelle damit bewenden lassen. Bevor der Auftakt, der keiner ist, zu einem Zweikampf mit unsichtbarem Gegner wird und ich mich um mich selbst drehe, gegen mich selbst winde, ohne es zu merken und ohne dass es je ein Zuschauer sieht.
